GÄSTEHAUS DES „WILDEN MANN“

Gasthof Goldener Karpfen

Der Gasthof wird vom Hotel „Wilder Mann“ direkt gegenüber als Gästehaus betrieben und ist seit 1999 in unserem Besitz.

Der „Goldene Karpfen“ ist der älteste erhaltene Gastronomiebetrieb Aschaffenburgs. Gastwirtschaftsbetrieb findet hier schon seit 1602 statt. Bei einer dendrochronoligischen Untersuchung der Stadt Aschaffenburg wurde herausgefunden, dass das Holz für das Fachwerk bereits im Herbst und Winter 1419 geschlagen wurde. Daher kann davon ausgegangen werden, dass das Haus auf eine über 600 Jahre alte Geschichte zurückblicken kann.

Unser Gästehaus bietet Ihnen 19 Zimmer (EZ, DZ und Appartements) mit insgesamt 30 Betten.

1400

Um die Jahrhundertwende bis etwa 1450 könnte der „Karpfen“ erbaut worden sein, denn für das Jahr 1419 konnte eine Verstrebungsfigur des Pfostens in der Südwestecke nachgewiesen ­werden.

1419

Auf dieses Jahreszahl  werden 1969 vom Forstbotanischen Institut in München die dendrochronologisch untersuchten Holzproben der Firstsäule des zweiten Dachstocks im Westgiebel und dem Dachbalken des Querbinders in der Hausmitte geschätzt.

1602

Im Zinsregister der Muttergottespfarrei ist der Wirt „Zum Karpfen“, Heinrich Rücker, mit ­Zahlungsleistungen für seinen Garten vor der Fischerpforte eingetragen.

1611

Nach dem Verhör in einem „Hexenprozeß“ nennt die Beklagte Barbara Schöffer weitere Namen, unter anderem die Wirtin des Gasthauses „Zum Karpfen“, Margarethe Rücker. Am 24. November erfährt sie das peinliche Verhör mit mindestens 17 Aufzügen, verliert kurz das Bewußtsein, wird erneut gefoltert, gesteht aber nicht, im Gegenteil, sie beteuert ihre Unschuld. Nach ­weiteren peinlichen Befragungen gibt sie schließlich ihre Teufelsbuhlschaft zu. Am 12. Dezember wird ihr der Richttag mitgeteilt und am 19. Dezember wird Margarethe Rücker mit vier weiteren ­Personen mit dem Schwert hingerichtet und anschließend verbrannt.

1689

Im Zusammenhang mit der Belagerung Aschaffenburgs durch die Franzosen werden zahlreiche Pferde im „Karpfen“ untergestellt.

1796

In diesem Jahr besitzen in Aschaffenburg nach der Oberkellereirechnung 20 Gastwirte das Schildrecht; für den „Karpfen“ ist es Anton Dötzer.

1802

Johann Adam K(G)ins erhält die Konzession zum Bierbrauen und zum Betreiben der Gastwirtschaft „Zum Karpfen“ (bis 1825).

1944

Bei einem Luftangriff am 29. Dezember wird der Gasthof zur Hälfte zerstört; weitere ­Zerstörungen erfolgen in der Karwoche 1945.

1949

Beginn des Wiederaufbaus des Fachwerkbereiches (bis 1950).

1969

Wiederaufbau des Vorbaues (bis 1970).

1999

Das Gasthaus „Goldener Karpfen“ geht zum 1. Januar in den Besitz der Familie ­Gemeinhardt über, die bereits seit 1898 mit dem „Wilden Mann“ eine der ersten gastronomischen Adressen in Aschaffenburg betreibt. Mit ihren alten Baukörpern bilden sie eine Art Eingangstor, durch das alle von der Willigisbrücke kommenden Menschen hindurch müssen – die beiden denkmalgeschützten Fassaden geben dieser ‚Pforte’ sogar einen romantischen Anstrich. Die Familie Gemeinhardt möchte nun ihre Neuerwerbung in drei Abschnitten sanieren.

2000 – 2009

Umbauten, neue elektrische und sanitäre Anlagen, Anbauten und Aufstockung der Gäste­zimmer bestimmen die Zeit seit der Übernahme durch die Familie Gemeinhardt bis zur Gegenwart.

Unser Restaurant

In unserem Restaurant bieten wir Ihnen regionale, gut bürgerliche und frische Küche mit wechselnden saisonalen Gerichten in gemütlichem Ambiente.

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